Grüne Vorstösse in der Gemeinde - Archiv 2007

Grüne Vorstösse abonnieren
  RSS-Feed abonnieren
Unterschreiben!
Möchten Sie eine der Initiativen oder Referenden unterschreiben, für die aktuell Unterschriften gesammelt werden? Auf der Website der Grünen Luzern finden Sie eine laufend aktualisierte Liste!
Public Private Partnership für schulergänzende Betreuung

Archiv: 8. Mai 2007

Motion von Luzius Hafen und Mitunterzeichnende

Die SVP nimmt für sich in Anspruch, das Volk zu verstehen, weshalb sie das Referendum gegen die Vorlage einer freiwilligen Tagesschule ergriffen hat: Eine Tagesschule müsse für die Gemeinde kostenneutral sein und grundsätzlich allen zur Verfügung stehen, die ein Bedürfnis danach hätten. Es könne nicht sein, dass eine teure Tagesschule nur für wenige Schülerinnen und Schüler Platz biete.

Am 11. März hat die Emmer Stimmbevölkerung das Projekt für eine freiwillige Tagesschule in Emmen knapp mit 51% Stimmen abgelehnt. In der Woche nach der Abstimmung wurde die Gründung der Stiftung Wirtschaft und Familie bekannt gegeben. Die Stiftung wurde aus Kreisen der Wirtschaft initiiert, weil die politischen Prozesse viel zu langsam ablaufen würden, um das nachgewiesene Bedürfnis nach Tagesstrukturen schnell und effizient zu decken. Stiftungsratsmitglied Urs Dickerhof wurde mit den Worten zitiert: «Tagesstrukturen an den Schulen werden zur Selbstverständlichkeit, ob wir das wollen oder nicht.» In die gleiche Richtung äusserte sich Thomas Daum, der Arbeitgeberpräsident im NLZ Interview vom 2. Mai: Das Angebot an Kinderbetreuung sei bereits heute schon ein entscheidender Standortfaktor.

Anscheinend kann die Wirtschaft das Problem also schneller, besser, günstiger und nachhaltiger lösen als der Staat. Wir fordern den Gemeinderat deshalb auf, sich diese Gelegenheit nicht entgehen zu lassen und
1. Unverzüglich mit der Stiftung Wirtschaft und Familie Kontakt aufzunehmen
2. In Zusammenarbeit mit der Stiftung ein neues Projekt für Tagesstrukturen an den Emmer Schulen zu erarbeiten, das
  • spätestens auf Schuljahresbeginn 08/09 starten kann
  • in allen Schulkreisen und damit für einen möglichst grossen Kreis von Schülerinnen und Schülern zugänglich ist,
  • für alle Betroffenen finanziell tragbar ist,
  • die Qualitätsanforderungen des Bundesamts für Sozialversicherungen erfüllt
  • und über die Stiftung Wirtschaft und Familie oder die Wirtschaft so finanziert wird, dass es für die Gemeinde kostenneutral bleibt.
3. Dem Einwohnerrat über den Fortschritt des Projekts regelmässig mindestens halbjährlich Bericht zu erstatten.