JA zur «Stop Bypass Initiative»
Das Initiativkomitee lädt die Emmer Bevölkerung ein, mit einem überzeugten JA zur «Stop Bypass Initiative» ein starkes Zeichen zu setzen für die Zukunft von Emmen und für mehr Lebensqualität statt neuer Autobahn.
Das Projekt Bypass Luzern löst die Verkehrsprobleme der Region nicht. Bei einem Ausbau der Autobahn wird Emmen unter massiver Mehrbelastung leiden. Eine neue Autobahn verursacht Mehrverkehr durch Emmen und zusätzliche umweltschädigende Emissionen.

16 Jahre Bauzeit – eine Belastungsprobe für Emmen
Rund 5 Millionen Tonnen Ausbruchmaterial fallen bei den Tunnelbauten an. Dafür sind ca. 400’000 Lastwagentransporte ab Ibach nötig, die grösstenteils über Emmen führen. Eine 16-jährige Bauphase mit gesperrten Autobahnspuren und Umleitungen bringt zudem tägliche Staus, auch für Autofahrende im Regionalverkehr. Lärm und Luftbelastung prägen die gesamte Bauzeit.
Ein JA zu Stop Bypass verhindert, dass Emmen, besonders während der Bauphase, zur Stauzone wird und schützt damit jene, die regional auf das Auto angewiesen sind.
Nachteile für Gewerbe, Natur und Wohnqualität
Die Bauphase betrifft auch das lokale Gewerbe, das durch die erschwerte Erreichbarkeit mit Umsatzeinbussen rechnen muss. Auch die Wohnqualität leidet – an allen Strassen, die während der Bauphase von Umwegverkehr und Lastwagentransporten mit Ausbruchmaterial betroffen sind. Grünflächen und Naherholungsgebiete werden zu Installationsplätzen der Bypass-Baustellen. Und nach dem Ausbau wird es nicht ruhiger: Dann rollen 32’000 Fahrzeuge pro Tag mehr über die Autobahn, ein Viertel mehr als heute.
Ein JA zu «Stop Bypass» unterstreicht, dass der Ausbau von Autobahnen nicht mehr zeitgemäss ist.
Luzern hat die «Spange Nord» längst verhindert
Das ursprüngliche Gesamtprojekt Bypass sah die «Spange Nord» als zentralen Bestandteil vor, um den Verkehr am Zentrum vorbeizuführen. Ohne «Spange Nord» fliesst der Zusatzverkehr der Stadtautobahn über die Seebrücke sowie die Ausfahrt Emmen Süd und den Sedel. Statt Entlastung bringt der Bypass Stadt und Agglomeration so zusätzlichen Verkehr.
Ein JA zu «Stop Bypass» heisst Nein zu einem unsinnigen Stadtautobahn-Projekt.
Gigantismus statt Wirkung – zu welchem Preis?
Fast 2 Milliarden Franken kostet der Ausbau für 3.8 km Bypass-Tunnelröhren, 0.7 km Rathausentunnel und Anschlussbauten. Doch die gewonnene Kapazität verschiebt die Staus nur zu den nächsten Engstellen in Richtung Zug, Sursee und Hergiswil. Mehr Strassen-Kapazität führt gemäss verkehrsplanerischen Erkenntnissen immer zu mehr Verkehr und neuen Staus.
Wie sehr es hier um Gigantismus statt um ein durchdachtes Gesamtkonzept geht, zeigen die 14 Fahrspuren am Autobahnkreuz Emmen Süd: Ohne Gesamtkonzept, dafür mit noch mehr Verkehr in die Stadt. Zudem fehlen flankierende Massnahmen zu Gunsten von ÖV, Velo- und Fussverkehr. Ein Mangel, den auch der Gemeinderat Emmen mit seiner Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht bemängelt.
Die knapp zwei Milliarden für den Bypass stammen aus dem Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds. Mit einem Bruchteil dieser Mittel könnte die Verkehrsinfrastruktur um Luzern optimiert werden: Für den lokalen Individualverkehr, für Bus und Bahn, für Velowege und Fussgängerzonen.
Ein JA zur «Bypass-Initiative verdeutlicht: Wir brauchen keine neuen Autobahnen, sondern intelligente, effiziente und nachhaltige Konzepte für unsere Mobilität.
Der Volkswille ist klar – genug ist genug
Im November 2024 hat die Schweizer Stimmbevölkerung – und mit ihr Emmen und Luzern – deutlich Nein gesagt zu weiteren Autobahnausbauten. Mit einem Ja zur «Stop Bypass Initiative», die parallel in Emmen und in der Stadt Luzern eingereicht wurde, sendet die Region ein starkes Signal an den Bundesrat und die politischen Behörden in Bern: Die Bevölkerung will kein unnötiges und unsinniges Milliardenprojekt, das seinen Zweck nicht erfüllt und das Leben in Emmen und Luzern mit zusätzlichen Emissionen belastet.
Mit einem JA zu «Stop Bypass» sagen die Emmerinnen und Emmer: Zu viel ist zu viel!
Ein Ja zu «Stop Bypass» – was das konkret bewirkt
Ein Ja zu Stop Bypass ist ein klarer Auftrag an die Gemeinde: Die politisch Verantwortlichen müssen sich mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen einen weiteren Ausbau der Autobahn im Raum Emmen/Luzern einsetzen.
Das grundsätzliche Ja der Gemeindebehörden von Emmen zum Ausbau der Autobahn muss dann gemäss dem Willen des Stimmvolkes geändert werden. Der Schutz der Bevölkerung vor mehr schädlichen Emissionen durch eine neue Autobahn wird prioritär. Sinnvolle und nachhaltige Verkehrskonzepte sind gefragt statt einer «Weiter-wie-bisher-Strategie».
Das Initiativkomitee «Stop Bypass»